Ralf Fenske
Gesetzlicher Mindestlohn! - Die Linke wählen
Ralf Fenske kandidiert
für die Linke im
Wahlkreis Balingen zur
Landtagswahl am
27.03.2011.
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Liebe Genossinnen und Genossen,
spätestens am 1.10., nachdem mit brutaler Polizeigewalt das vermutlich illegale
Fällen der ersten Bäume im Stuttgarter Schlossgarten durchgesetzt wurde, ist
Stuttgart 21 oder kurz S21 in aller Munde. Lange galt der Protest vielen als lokale
Geschichte, bei der sich Gutmenschen um den Schutz einiger Parkbäume und ein
altes Bahnhofsgebäude bemühen. Doch klar ist: Dies ist eine bundesweite
Angelegenheit, bei der es auch um Demokratie und Machtfragen, um
Transparenz und Lobbyeinfluss und die Frage nach dem Einsatz der knappen
Haushaltsgelder im Allgemeinen geht – also auch um den Sozialstaat. Stuttgart
21 ist zudem ein Projekt zugunsten von Investoren und keines zur Verbesserung
des Bahnverkehrs.
Daher hier der Aufruf, sich an lokalen Schwabenstreichen zu beteiligen, diese mit
zu organisieren, auf vielfältige andere Art aktiv zu werden – denn:
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Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm bringen für den
Bahnverkehr mehr Nach- als Vorteile.
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Die Möglichkeiten für die Stadtentwicklung durch das Projekt Stuttgart 21 sind
ein Mythos.
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Bei Stuttgart 21 handelt es sich um eine Macht- und Gewaltdemonstration und
um einen verheerenden Umgang mit Tradition, Denkmalpflege und Stadtkultur.
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Stuttgart 21 wurde nicht „demokratisch beschlossen“ - vielmehr wurden
sittenwidrige Entscheidungen gefällt und Verträge wider Treu und Glauben
unterzeichnet.
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Stuttgart 21 treibt es auf die Spitze, ist aber kein Einzelfall: Auch an anderen
Stellen werden Großprojekte mit Milliarden Steuergeldern finanziert, deren
Nutzen für die Bevölkerung mehr als fragwürdig ist – die „demokratischen
Entscheidungen“ werden nur zu oft mit mangelhaften Informationen gegen die
Bevölkerung herbeigeführt und die Nutznießer sind Investoren und (Bau-
)Konzerne.
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Alles Gerede von „Verlässlichkeit und Rechtssicherheit demokratischer
legitimierter politischer Entscheidungen“ (Dieter Hundt im Handelsblatt), zeigt
das Demokratieverständnis dieser Herren: Für sie geht es nur um
Investitionssicherheit und Absprachen im Hinterzimmer.
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Ebenso das Gerede um Zukunftsfähigkeit und Innovation: Hier geht es nicht um
eine sozial-ökologische Verkehrswende zugunsten von Mensch und Klima,
sondern um die Förderung von globalen Konzernen durch 10 Jahre Bauzeit und
„Vorzeigeprojekte“ .
Mit den lokalen Schwabenstreichen müssen wir deutlich machen:
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Wir protestieren gegen diese Form der "Basta-Politik", die Arroganz der Macht
und die Klientelpolitik auf allen Ebenen!
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Wir fordern eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auch in Form
von direkte Demokratie!
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Wir wollen keine unsinnigen Großprojekte, die gegen den Willen der
Bevölkerung durchgezogen werden und lediglich den Interessen von Investoren
und (Bau-)Konzernen dienen!
(Hier möglicher Anknüpfungspunkt zu regionalen Großprojekten wie Brücke
über den Fehmarnbelt, A100, Y-Trasse, Elbvertiefung, Flughafenausbau, ...)
Wir fordern eine sinnvolle Mittelverwendung!
Zum Ausbau der Schiene sind an vielen Stellen Investitionen notwendig, um mehr
Personen- und Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen und die
Bahn attraktiver und für alle nutzbar zu machen!
Beteiligt euch an Schwabenstreichen!
Aus Anlass des Protest-Kultur-Zuges Stuttgart-Berlin finden am Dienstag, 26.10.
um 19:00h in allen Bahnhöfen der Republik Schwabenstreiche statt!
Wo es zu anderen Terminen bereits Schwabenstreiche gibt: :
Karte mit Ausschnitt Stuttgart (Karte lässt sich auf Bundesgebiet vergrößern)
Organisiert mit anderen Gruppierungen selbst Schwabenstreiche! Nutzt dafür
eure lokalen Kontakte und Bündnisse, der Aufwand ist nicht groß!
Wir hoffen auf eine große Beteiligung bei vielen Schwabenstreiche in ganz
Deutschland, um die Politik in diesem Land grundlegend zu verändern und nicht
zuletzt, damit bei diesem mittlerweile tatsächlich bundesweiten Protest auch DIE
LINKE. Flagge zeigt.
Mit solidarischen Grüßen
Sabine Leidig
Verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag